Hochzeit_25.07.`09003

Andacht

Dieses Jahr, so bin ich überzeugt, wird die Bedeutung von Ostern etwas anders als gewohnt wahrgenommen werden. Frühere Generationen setzten den Schwerpunkt ihres Glaubens auf Karfreitag. Jesus Christus starb an diesem Tag stellvertretend für uns am Kreuz und erlöste uns von der Erbsünde: «Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt» (Joh.15,13). Aber das stellvertretende Leiden Christi ist immer mehr von unseren Alltagserfahrungen verdrängt worden. Zu sehr sind wir auf unsere eigenen Fähigkeiten fixiert, uns selbst zu retten und alles durch Technik und Wissenschaft zu regeln. Die Corona-Krise, die seit über einem Jahr unser Denken und Tun beeinflusst, belehrt uns eines Besseren. Auch wenn Menschen imstande sind, einen Impfstoff zu entwickeln und alles Drumherum zu organisieren, die Seele nahm Schaden durch das Alleinsein, durch die Angst und durch die Trauer um unsere Verstorbenen. Dagegen helfen weder Medizin noch politische Trost- und Durchhalteparolen. Der österliche Glaube schon. Durch Karfreitag hindurch strahlt die Botschaft des Neuanfangs, des Sieges Christi über den Tod. Daran haben auch wir, als Getaufte, durch unseren Glauben Anteil. Deswegen ist es richtig, wenn wir auch dieses Jahr, gerade wegen allem, was die Corona-Pandemie uns erfahren ließ, unseren Geist und unsere Herzen dem öffnen, der spricht: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ (Joh.5,24). Frohe Ostern!

Ihr Pfarrer, Dr. Martin Neubauer 

Corona Virus – Maßnahmen der Evangelischen Kirche Sicherheitskonzept für die evangelische Kirche in Emmerich und Elten.

Die strengen Sicherheitsmaßnahmen sind explizit für die ersten Gottesdienste in Emmerich und Elten gedacht. Sollte eine Lockerung der Maßnahmen hinsichtlich der Corona – Pandemie erfolgen, so kann das bestehende Sicherheitskonzept in verschiedenen Punkten entsprechend korrigiert werden.

Richtlinien für eine entsprechende Anmeldung zum Gottesdienst.

Eine Anmeldung für den Besuch eines anstehenden Gottesdienstes ist zwingend notwendig, da hier nur eine begrenzte Anzahl von Gottesdienstbesuchern vorgesehen ist. Für den Besuch eines Gottesdienstes in der Christuskirche Emmerich stehen – 40 Sitzplätze zur Verfügung.

Für einen Besuch in der evangelischen Kirche in Elten stehen –10 Sitzplätze zur Verfügung. Die entsprechende Anmeldung für den Gottesdienst kann telefonisch an das Gemeindebüro Emmerich bis spätestens Freitags bis 11:00 Uhr, gerichtet werden. (Tel.: 02822-52098)

Es wird eine Namensliste für die jeweiligen Besucher des Gottesdienstes gefertigt, um so eine eventuelle größere Anzahl von Gottesdienstbesuchern auszuschließen. Diese Namenslisten werden – 6 Wochen – im Gemeindebüro aufbewahrt, um bei einer eventuellen Infektion durch das Corona-Virus die Infektionsketten nachvollziehen zu können. (Ehepaare und in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen dürfen zusammensitzen) Die gefertigte Namensliste liegt dann am Tag des Gottesdienstes im Eingangsbereich der Kirche aus. Diese Namensliste wird dann durch einen Mitarbeiter kontrolliert und abgehakt, um somit einen reibungslosen Zugang in der Kirchenraum zu gewährleisten.

Ausstattung der Kirchenräume hinsichtlich Laufwege und Hygieneausstattung:

Markierung der Laufwege: Durch die Aufbringung ein selbstklebendes Markierungsstreifen werden die zu benutzten Laufwege markiert. Im Fall der Christuskirche in Emmerich ist jeweils der rechte bzw. linke Treppenaufgang zu nutzen, um somit einen entsprechenden engen Kontakt der Besucher zu vermeiden. Ein am Eingang stehender Presbyter achtet darauf, dass die Besucher jeweils im Wechsel den linken und rechten Treppenaufgang benutzen. Die Benutzung des Aufzuges ist ausschließlich Rollstuhlfahrer/innen gestattet. Die entsprechenden Plätze auf den Kirchenbänken sind mit einem Kreuz markiert, sodass es hier nicht zu einer unkontrollierten Platznahme durch die Besucher kommen kann. Den Anweisungen der eingesetzten Presbyter und Küsterin ist Folge zu leisten.

Hygienemaßnahmen der Besucher: Jeder Besucher des Gottesdienstes muss einen entsprechenden Nasen/-Mundschutz beim Betreten und Verlassen der Kirche tragen. Dieser Mundschutz kann während des Gottesdienstes abgenommen werden.

Beim Betreten des Kirchengebäudes sollen sich die Gottesdienstbesucher die Hände desinfizieren. Gleiches gilt beim Betreten des Kirchenraumes in der 1. Etage der Christuskirche. Hierzu stehen entsprechende Desinfektionsmittel bereit.

Die Toiletten in der Christuskirche sind geschlossen und dürfen vor, während und nach dem Besuch des Gottesdienstes nicht benutzt werden.(Ausnahmen können n i c h t berücksichtigt werden)

Verhaltensmaßnahmen der Gottesdienstbesucher im Kirchenraum. Während des Gottesdienstes kann, bei Atemnot, der Nasen/Mundschutz abgenommen werden. Sitzkissen liegen für die Zeit des Gottesdienstes nicht aus und sind somit auch n i c h t von den Besuchern zu benutzen. Alle Türen zum Kirchenraum bleiben während des Gottesdienstes geöffnet, um somit für eine ausreichende Belüftung des Kirchenraumes zu sorgen.

Eigentlicher Gottesdienst. Der Gottesdienst wird z.Zt. durch den Pfarrer geleitet und gefeiert. Während des Gottesdienstes werden bis auf weiteres keine Chöre, Orchester, Blasorchester den Gottesdienst gestalten bzw. begleiten. Ebenso sollten Lieder aufgrund der hohen Infektionsrisiken n i c h t durch die Besucher mitgesungen werden. Aus diesem Grund werden auch keine Gesangbücher ausgegeben. Ebenso wird auf eine Einsammlung einer Kollekte während des Gottesdienstes abgesehen. Für eine Ausgangskollekte steht am Ausgang ein entsprechendes Behältnis zur Verfügung.

Verlassen des Kirchenraumes/Kirche nach Beendigung des Gottesdienstes. Nach Beendigung des Gottesdienstes werden, durch die Pfarrerin/Pfarrer, die Besucher des Gottesdienstes angesprochen, wie man den Kirchenraum unter Einhaltung der Abstandsregeln wieder verlassen sollte. Nach Beendigung des Gottesdienstes werden alle benutzten Kirchenbänke und Treppengeländer desinfiziert.

 

Der 18-Uhr-Gottesdienst. Rückblick und Ausblick Es ist schon fast sieben Jahre her, als das Presbyterium beschlossen hat, neue Formen des Gottesdienstes in unserer Gemeinde auszuprobieren. Wie kam es dazu, und was wurde daraus? Ich bin als Pfarrer seit dem Jahr 2000 in Emmerich tätig. 2006 stellte ich fest, dass auch bei uns, wie in vielen anderen evangelischen Gemeinden, das Durchschnittsalter der Gottesdienstbesucher relativ hoch war und fragte mich, warum das so ist? Warum bleiben so viele der 30- bis 50-Jährigen der Kirche fern? Können wir das ändern? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich viele Fachbücher gelesen und Fortbildungen im In- und Ausland besucht, unter anderem 2008 in England (London, „Fresh expressions of church“) und 2012 in USA (Green Lake und Chicago, „Modern Church“). Dabei wurde mir, im Laufe der Zeit, Einiges bewusst: im Rahmen der Globalisierung wird die Welt immer bunter, multikultureller und auch multireligiöser. Der heutige Mensch ist gewohnt, aus einer Vielfalt von Angeboten, das auszusuchen, was ihm guttut. Diese Entwicklung macht vor keiner Tür Halt, auch nicht vor unserer evangelischen Kirchentür in Emmerich am Rhein. Unser Gottesdienstangebot zu erweitern, war eine der Antworten darauf. Für meinen Teil konzentrierte ich mich auf die Gestaltung eines Konzeptes, das bewusst nicht als Alternative zu unseren bewährten Gottesdiensten, sondern als Zusatz im Rahmen des Verkündigungsauftrages wirken sollte. 2013 war es so weit, und nach Gesprächen mit allen Mitgliedern des Presbyteriums war eine neue Gottesdienstform bereit, die sowohl auf unseren lokalen, niederrheinischen Gegebenheiten, als auch auf internationalen Erfahrungen, die ich oben zitiert habe, beruhte.

Die 18-Uhr-Gottesdienste, die am dritten Sonntag im Monat gefeiert werden, folgen weiter dem ursprünglichen Konzept von 2013. Was ist das Besondere an ihm? In erster Linie handelt es sich dabei um ein innenmissionarisches Vorhaben. Was bedeutet das? Sowohl der musikalische Rahmen, als auch die Liturgie finden in einer Form statt, die ein sofortiges Einsteigen für die „kirchlich-wenig-Geübten“ ermöglicht. Die Musik entspricht dem, was die meisten 30- bis 50-Jährigen auch zuhause, auf einer Feier oder während einer Autofahrt gerne hören. Zurzeit haben wir drei Bands, die uns unterstützen: Gustimusic (Elten), Ed Motmor (Emmerich), und Preachermann and Hills (Emmerich und NL). Die klassischen liturgischen Elemente werden in einem Psalm zusammengefasst und können von einem Bildschirm abgelesen werden. Die Einführung in die Thematik des Gottesdienstes wird von einem Kurztheaterstück übernommen. Jetzt wird der kundige Leser sich fragen: Ist das vielleicht eine Art Gottesdienst-leicht? Nein, das ist es nicht, denn das, was jeden guten Gottesdienst ausmacht, ist eine theologisch fundierte Predigt. Unser Auftrag, der von Jesus Christus stammt, lautet schließlich Verkündigung! Auch wenn der 60-minütige 18-Uhr-Gottesdienst liturgisch verkürzt erscheint, der unverkennbare Schwerpunkt bleibt die Verkündigung von Gottes Wort. Darauf können Sie sich verlassen. In den letzten Jahren ist diese Art des Gottesdienstes gut angenommen worden und hat es geschafft, auch für Menschen einladend zu sein, die sonst den Weg zur Kirche verlernt hatten. Wir sollen Gott danken und froh sein, dass er uns auf unserem Weg begleitet und immer wieder ermuntert, Neues zu wagen. In diesem Sinne, „Auf Wiedersehen im Gottesdienst“, in jedem Gottesdienst und vielleicht auch um 18 Uhr, am dritten Sonntag im Monat? Pfarrer Dr. Martin Neubauer

Die evangelische Kirche in Elten bekommt neue/alte Kirchenbänke. Das Presbyterium hatte beschlossen, die alten Kirchenbänke in der Evangelischen Kirche Elten durch neue/alte Kirchenbänke aus der Christuskirche Emmerich auszutauschen. Die Telefone standen nun nicht still, kriegen wir genug freiwillige Helfer zusammen, kann ein gefahrloser Transport der Kirchenbänke nach Elten gewährleistet werden? Pfarrer Dr. Martin Neubauer und seine Frau boten Hilfe an und mobilisierten Jugendliche aus der Jugendarbeit. Auch einige Presbyter mit Familienangehörigen sagten zu. Familie Heiting stellte Trecker und Anhänger und tatkräftige Hilfe zur Verfügung. Die Eltener Firma Kroes stellte netterweise einen Radlader mit Besatzung zur Verfügung. Es konnte losgehen! An der Eltener Kirche wurde bereits fleißig gearbeitet, um die alten Kirchenbänke aus dem Kirchraum zu entfernen. Viele Anwohner fragten, wird die Kirche geschlossen? Nein, sie wird nur etwas modernisiert! Dank so zahlreicher Helfer waren die neuen/alten Kirchenbänke in Emmerich schnell verladen und machten sich auf den Weg zur kleinen Kirche nach Elten. Dort wurden sie schon sehnsüchtig von der Küsterin erwartet! Jetzt nur noch der letzte Akt, Straße sperren, die Kirchenbänke abladen und in die Eltener Kirche transportieren. Alles klappte wie am Schnürchen. Dank vieler helfender Hände! Alle waren mit Eifer und Freude im Einsatz. Und mittendrin eine glückliche Küsterin, die sich riesig über die neuen Kirchenbänke freute! Im Abschluss gab es noch einen kleinen Imbiss mit Würstchen, Brötchen und Getränken für die tatkräftigen Helfer. Zum Abschluss möchten wir uns nochmals für die Mithilfe von Dr. Martin Neubauer und seiner Frau, 3 Jugendlichen aus der Jugendarbeit, Familie Heiting für die Bereitstellung von Trecker und Anhänger, für die Unterstützung der Firma Kroes aus Elten (Radlader mit Besatzung) und allen ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern danken. Alf und Irma Siebeneicher