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Andacht 

Liebe Leserinnen und Leser!

„die Weisen sind gegangen. Der Schall verklang, der Schein verging, der Alltag hat in jedem Ding nun wieder angefangen.“

So hat es Gerhard Valentin im gleichnamigen Lied EG 548 gedichtet.

Wenn Sie diesen Gemeindebrief in den Händen halten, sind die Festtage um Weihnachten und Jahreswechsel wieder vorbei. Das erste Quartal des neuen Jahres 2023 scheint so dahinzufliegen, der Alltag hat tatsächlich „in jedem Ding nun wieder angefangen“.

Die politische und gesellschaftliche Großwetterlage lässt mich sorgenvoll in die Zukunft schauen. Der brutale Angriffskrieg von Russland, der Einmarsch in die Ukraine, dauert bald fast ein Jahr. Die daraus folgenden Konsequenzen spüren jede und jeder von uns an der Supermarktkasse beim einfachen Kauf von Lebensmitteln. Das Geld zerfließt förmlich zwischen den Fingern. Von der Abrechnung der Nebenkosten (Gas, Strom, Wasser), die in diesen Tagen unsere Briefkästen erreichen bzw. erreicht haben, einmal abgesehen.

Kein Wunder, dass die allgemeine Stimmung sehr angespannt und eher düster wirkt.                                                

„Was kann uns scheiden von der Liebe Christi“, so lautet der Spruch für den Monat März im Brief des Apostels Paulus an die Römer (Röm. 8,35).

In diesem 8. Kapitel schreibt Paulus über das Leid, das wir gegenwärtig erleben, dass die ganze Schöpfung auf Befreiung wartet. In der Liebe Jesu Christi geschieht das Heilshandeln Gottes. Durch dieses Heilshandeln hat er sich mit uns untrennbar verbunden.

„Was kann uns von Christus und seiner Liebe trennen?“ So übersetzt es die Basisbibel. Damit verspricht mir Gott auch für das Jahr 2023: Ich gehe mit, was immer geschieht in Angst und Traurigkeit und Leiden, ich gehe mit, wie ich mit Jesus Christus gegangen bin.

Als glaubender Mensch kann mich nichts vom Beistand Jesu Christi trennen. Und Paulus zählt einiges auf:

„Etwa Leid, Angst oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Hinrichtung?“ Selbst der Tod als die endgültige Trennungsmacht nicht.

Davon ist der Apostel Paulus zutiefst überzeugt. Eine Gewissheit, die Zweifel und Anfechtung bewusst überwindet.

Deshalb kann ich trotz allem getröstet und hoffnungsvoll weiter durch das Jahr 2023 gehen.

Denn „was kann uns scheiden von der Liebe Christi?“                                              

Auf dem Fundament dieser Hoffnung schließt Gerhard Valentin das Lied EG 548 mit folgender Strophe ab:

„Was soll ich weiterfragen. Ich habe manches mitgemacht

– wem trau ich mehr: der einen Nacht oder den vielen Tagen?“

Ein frohes neues Jahr 2023 und Gottes Segen für alle Tage, die kommen, wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Sascha Herrmann

Abschied und Neuanfänge

Das vergangene Jahr führte zu einem Abschluss der Personalveränderungen im Bereich unseres Gemeindebüros. Das ist ein überaus wichtiger Bereich, denn das Gemeindebüro gilt als eine maßgebliche „Visitenkarte“ unserer Gemeinde. Unsere beiden langjährigen Gemeindesekretärinnen, Ingrid Flietel und Cornelia Tersluisen, verabschiedeten sich in den wohlverdienten Ruhestand. Aline Lindemanns und Nina Tersluisen übernahmen mit Elan, Engagement und viel Kompetenz ihre Aufgabe, so dass die Arbeit nahtlos fortgeführt werden konnte. Das lässt sich einfach sagen, aber im Hintergrund steckt sehr viel mehr als Worte ausdrücken können. Ingrid Flietel und Cornelia Tersluisen haben mehr als zwei Jahrzehnte das Gesicht unserer evangelischen Ortskirche geprägt, wenn es darum ging, den Kontakt zur Gemeinde zu pflegen. Tausende von Telefonaten haben sie geführt, um Auskunft zu Gottesdiensten aller Art zu geben und die Details zu regeln für Trauungen, Beerdigungen, Taufen, Konzerte, Konfirmationen, Theaterveranstaltungen, Synoden, Pfarrkonvente und vieles mehr. Immer geduldig, aufmerksam und zuvorkommend. Immer im Blick habend, dass sie Menschen erreichen, für die gerade diese Information von großer Wichtigkeit war. Was unbedingt erwähnt werden muss, ist, dass Cornelia Tersluisen und Ingrid Flietel auch zuständig waren für die Vergabe aller Aufträge unserer Gemeinde an Handwerker, Betriebe, Buchverlage, Catering-Firmen, Orgel-Instandsetzungs-Spezialisten und auch für den fast täglichen Kontakt zur Verwaltung des Kirchenkreises in Wesel. Die beiden waren auch verantwortlich für Gestaltung und Druck von abertausenden von Einladungen, Plakaten, Eintrittskarten und nicht zuletzt unseres Gemeindeblattes. Wie ist es möglich, so etwas über 20 Jahre lang so gut zu schaffen? Ich habe Ingrid und Cornelia danach gefragt, und sie gaben mir die gleiche Antwort: weil wir uns aufeinander und auf die Menschen, die uns umgaben, verlassen konnten, weil Kompetenz, Freundschaft und auch der Glaube uns stets Vertrauen und Kraft geschenkt haben, weil unsere Familien uns den Rücken gestärkt haben und auch die Gemeinde uns nie im Stich gelassen hat. Am Ende dieses langen gemeinsamen Berufsweges stehen, von unserer Seite, Anerkennung für die fachliche Kompetenz und ungeteilte Dankbarkeit für das Menschliche, das das Wesen von Ingrid Flietel und Cornelia Tersluisen ausmacht. Aber, und das spricht Bände, die Worte „am Ende dieses langen gemeinsamen Berufsweges“ sind vielleicht doch etwas voreilig gesprochen, denn als die beiden offiziell verabschiedet wurden, Ingrid im September 2021 und Cornelia im November 2022, sagten sie: „Und wenn Hilfe nötig sein sollte, da ist nur ein Anruf nötig, und ich bin da!“  Nichts anderes ist unter Nächstenliebe zu verstehen. In diesem Sinne wünsche ich Cornelia Tersluisen und Ingrid Flietel und ihren Familien, auch im Namen von Pfarrer Sascha Herrmann, des Presbyteriums, aller Mitarbeiter und der ganzen evangelischen Gemeinde, alles Gute, viel Gesundheit, und möge Gott Euch segnen, jetzt und allezeit! Pfarrer Dr. Martin Neubauer  

Neuigkeiten vom Gemeindechor

Liebe Chorsänger und Chorsängerinnen,

Im Februar dieses Jahres ist es endlich soweit – unsere Chöre stellen sich neu auf. Den Anfang macht am 11. Februar die Neugründung des “Christchurch Gospel Choir”. Seit meinem Amtsantritt wurde ich immer wieder gefragt, ob ich nicht einen Gospelchor gründen könnte. Am Samstag, den 11.2.2023 um 14.00 Uhr ist es dann endlich soweit:

Unser “Christchurch Gospel Choir”, CGC hat seine erste Probe in der Christus-Kirche. Alle interessierten Sänger und Sängerinnen aller Altersklassen sind dazu recht herzlich eingeladen.

Da die Fusion unserer bestehenden Chöre letztes Jahr so gut geklappt hat, werde ich natürlich sehr gerne auch diese Proben wieder aufnehmen. Allerdings war es nicht möglich einen festen Probentermin dafür zu finden. So kam es zur Idee eines Projektchores.

Der Anton Bruckner Projektchor wird am Freitag, 24.2.2023 um 17.30 in der Christus-Kirche zusammen mit dem Streich-Orchester proben. Auch zu diesem Termin sind alle interessierten Sänger und Sängerinnen herzlich eingeladen. Zudem wird auch ein tastenbegabter Pianist/Pianistin gesucht.

Auf ein musikalisches Jahr 2023,

Ihr Kirchenmusiker Rüdiger Gönnert