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Andacht

„Der Herr ist mein Hirte…“

So beginnt der Psalm 23, eine der beliebtesten Stellen der Bibel. Warum ist das so? Keiner von uns möchte mit einem Rind, einer Ziege oder einem Schaf verglichen werden, die auf einen Hirten angewiesen sind. Und selbst diese Tiere bedurften keiner Aufsicht, als sie noch wild und ungezähmt frei herumlaufen durften. Dennoch lieben wir diese Bibelstelle, die uns zusichert, dass einer sich für uns einsetzt, uns schützt und Leitung verspricht, ohne dass wir unsere Freiheit aufgeben müssen. Das ist der Unterschied zu einer gezähmten Herde. Das, was uns von einem Schaf oder einer Ziege trennt. Unsere Vernunft. Unsere Fähigkeit, bewusste Entscheidungen zu treffen. Und so können wir uns unter allen möglichen Hirten dieser Erde – seien sie Vorgesetzte, Musikstars, Topsportler, Politiker oder das Herzallerliebste – den Hirten im Leben aussuchen, der uns als einziger den Weg zum Ewigen Leben zeigen kann: Gott. Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist. Er ist der einzige Hirte, dem wir unser Leben anvertrauen können, auch wenn wir in diesem Leben viele andere Entscheidungen treffen werden. Manch gute und bestimmt auch manche, die weniger gut sind. Aber letztendlich ist es diese Hauptentscheidung, die zählt, denn sie hat die Macht, alles andere zum Guten zu verändern: „Der Herr ist mein Hirte…“

Ihr Pfarrer, Dr. Martin Neubauer

Aktion „Kanzeltausch“

Es ist Ihnen sicher schon aufgefallen, dass jeden zweiten Sonntag im Monat ein anderer Pfarrer in der Christuskirche predigt. Diese Tatsache beruht nicht darauf, dass Pfarrerin Mühlenberg-Knebel oder ich Hilfe von außen bräuchten, sondern dient dazu, unsere Kollegen und Kolleginnen im Kirchenkreis Wesel zu entlasten. Die wenigsten Gemeinden verfügen über zwei Pfarrstellen, so wie wir, und so müssen die meisten Kollegen und Kolleginnen jeden Sonntag predigen. Um Ihnen auch einen freien Sonntag zu ermöglichen, predigen wir abwechselnd auch in ihren Gemeinden und beziehen im Rahmen der Aktion „Kanzeltausch“ auch die sogenannten Funktionspfarrer und -pfarrerinnen mit ein (Telefonseelsorger, Schulpfarrer, usw.). Außerdem dient diese Aktion auch der Eingewöhnung der Gemeinden an eine gewisse Fluktuation im Predigtamt, was mit Strukturveränderungen der Zukunft zu tun haben könnte. Aber darüber mehr in der nächsten Gemeindeversammlung.

Dr. Martin Neubauer