Hochzeit_25.07.`09003

Andacht

Liebe Leserinnen und Leser,

Jesus lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: „Der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen, und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist, so wird er nach drei Tagen auferstehen.“ So beschreibt das Evangelium nach Markus die zweite Ankündigung von Jesus Leiden und Auferstehung. Diese Worte zeigen, dass alles irgendwie zusammengehört, sowie im wirklichen Leben. Ein Mensch, der geboren wird, und das Leben nimmt seinen Lauf. Alles beginnt mit der Erwartung des Kommens, genauso wie bei den irdischen Eltern Jesu in der Adventszeit. Danach kommen die Jugend und das ganze Leben mit ihren Freuden, Hoffnungen und Erfüllungen. Diese erfahren wir vor allem in Beziehungen zu anderen Menschen. Bei Jesus waren das Maria und Joseph, seine Brüder und Schwestern, Johannes, der ihn getauft und vermutlich auch gelehrt hat, und letztendlich seine Freunde und Jünger. Aber zum Leben gehören auch Ängste und Enttäuschungen. Auch diese werden uns allzu oft durch andere Menschen gebracht. Bei Jesus kamen sie durch die Pharisäer, Priester und Schriftgelehrten seiner Zeit, und auch durch die, die seine Arme und Beine mit Nägeln durchbohrten. Mit allen Höhen und Tiefen, Glück und Leid, kommt das Leben eines Menschen irgendwann zu seinem Ende und der Kreis schließt sich. Nichts geht ins Leere, kein Körnchen und keine Seele geht verloren in Gottes Schöpfung. Bei Jesus war das so nach drei Tagen, mit seiner Auferstehung. Bei uns wird das am Ende aller Tage sein, wenn alles bei Gott neu beginnt. Das sind die Gedanken, die uns die Advents-, Passions- und Osterzeit schenken wollen und die uns auch nach diesem Osterfest ins weitere Jahr begleiten sollten. Gedanken des inneren Friedens und der Freude, denn nichts Anderes will uns Gott durch Jesus Christus schenken.

Ihr Pfarrer Dr. Martin Neubauer